IMG7522ret

St. Laurentius

Die Pfarrkirche St. Laurentius

Patronat

Der Hl. Laurentius war im dritten Jahrhundert unter Papst Sixtus II. Diakon der Gemeinde in Rom. Er sorgte für die Armen und verwaltete das Vermögen der Gemeinde. Nach dem Märtyrertod von Papst Sixtus II., der in einer der Christenverfolgungen im Jahre 258 enthauptet worden ist, sollte Laurentius der Legende nach den Kirchenschatz der römischen Gemeinde an den Kaiser herausgeben. Laurentius weigerte sich zunächst und erbat sich drei Tage Bedenkzeit. In dieser Zeit verschenkte er das gesamte Vermögen der Gemeinde an die Armen. Nach drei Tagen musste Laurentius wieder vor dem Kaiser erscheinen, der ihn aufforderte, endlich das Vermögen der Gemeinde herauszugeben. Laurentius präsentierte daraufhin dem Kaiser die Armen als den wahren Schatz der Kirche von Rom. Laurentius wurde daraufhin auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert.

Der Hl. Laurentius hat in Rom  fast eine ähnliche Bedeutung wie Petrus und Paulus, aber auch weit darüber hinaus genießt er eine große Verehrung. So tragen allein im Erzbistum Köln 19 Kirchen sein Patronat, so viele wie sonst von keinem anderen Heiligen außer der Gottesmutter Maria.

Das Patronat (der Namenstag) des Hl. Laurentius wird am 10. August begangen. 

Kirchbau

Die Bergisch Gladbacher Stadtmitte bildet rund um den Konrad-Adenauer-Platz das städtebaulich eindrucksvolle Ensemble von Rathaus, Laurentiuskirche und Bürgerzentrum Bergischer Löwe. Einige Daten zur Vorgeschichte und zum Bau der neuromanischen Kirche:

  • um 1300 wird im „Liber valoris“ eine Kapelle in Gladbach erwähnt 
  • im 15 Jahrhundert befand sich die Kirche mit einem Turm hinter dem Chor der heutigen Kirche
  • 1845 – 47 Neubau auf dem Friedhof der alten Kirche nach Plänen von Matthäus Biercher
  • 1871 – 78 Erweiterung durch ein östliches Querschiff mit Chor sowie ein westliches Langhausjoch mit Turm. Abriss der alten Kirche
  • 1905 -07 Bau der Seitenschiffe und Kanzel nach Entwurf von Heinrich Renard
  • 1914 – 22 Ausmalung durch J. Osten
  • 1934 Ausgestaltung des Chorraumes durch Hans Hansen