Katholische Kirchengemeinde St. LaurentiusBergisch Gladbach
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St. Marien

Die Kirche St. Marien, Gronau

Patronat

Die Kirche in Gronau ist der heiligen Gottesmutter Maria geweiht. Das Patronat bezieht sich auf das Fest Mariä Heimsuchung. Im Zentrum dieses Festes steht der Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabeth. Maria ist schwanger mit Jesus, dem Sohn Gottes, und Elisabeth mit Johannes, dem Vorläufer Jesu.
In der Gronauer Kirche verweisen die Darstellungen der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth in der Skulptur im Altarraum und im Ausschnitt eines Kirchenfensters auf das Patronat.

Patronatstag (Namenstag) ist der 2. Juli.

Kirchbau

Die Kirche von St. Marien ist ein moderner Bau des Architekten Bernhard Rotterdam, der 1953 eingeweiht wurde und die die kleine Holzkirche ablöste. An ihrer Seite wuchs die heutige Kirche in die Höhe. Nach ihrer Fertigstellung wurde der Holzbau abgerissen und an seiner Stelle der Kirchturm errichtet.

Grundstein

Der Grundstein der neuen Kirche wurde 1952 gelegt und in die Wand direkt hinter dem Altar eingemauert. Seine Inschrift lautet: "Er wohnte in meinem Zelte, schließt euch an ihn an, den lebendigen Stein" (nach 1. Petr 2,5f).

Architektur

Der Bau knüpft an die Tradition der klassischen Basilika an. Er ist modern und schlicht, gerade Linien dominieren. Das mächtige Portal besteht aus sechs Holztüren. Über ihnen ist die Wand durch Fenster aufgelöst. Der Grundriss der einschiffigen Kirche ist ein Rechteck.
Im Kirchturm befindet sich die Taufkapelle. Das dortige Glasfenster zeigt das Motiv der Geistsendung (Pfingsten).
Der Orgel- und Sakristeibereich ist links des Altars angefügt. Ebenerdig befindet sich die als Raum abgeschlossene Sakristei, darüber die Orgelempore. Über dem Eingangsbereich (Windfang) befindet sich eine zusätzliche Empore.
Links vom Windfang liegt die Seitenkapelle mit einer Strahlenkranzmadonna (aus der alten Holzkirche) und Gedenkkreuzen, die die Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Gronauer Soldaten tragen. Die Kapelle ist durch eine Glastür direkt vom Windfang aus zugänglich und tagsüber geöffnet, zum persönlichen Gebet und um eine Kerze anzuzünden. 

Ausstattung

Die Malerei auf der Altarwand und die Glasfenster sind ein Werk des Malers Hermann Gottfried.
Er arbeitete unter anderem auch in Groß St. Martin, St. Aposteln und in St. Gereon, Köln.
Das Altarbild symbolisiert das Ineinandergreifen von Himmel und Erde. Es verheißt die erlösende Verwandlung der Welt durch Gott. Das Bild bildet mit seinen zurücktretenden Farben einen Rahmen, das Kreuz und Altar umschließt. Der Kreis im Zentrum ist ruhender Pol und Kristallisationspunkt für Meditation. Das Bild zeigt Engel, Flamme, Traube und Ähre. Sie symbolisieren die Durchdringung von Gott und Mensch und korrespondieren mit Brot und Wein auf dem Altar. Im unteren Bereich der Malerei befindet sich hinter dem Altar eine große blaue Fläche, in die der Grundstein integriert ist.